Am Ende ist die Sache doch recht einfach nachvollziehbar. In Erfurt, wo man seit Jahren von der Finanzierung bzw. Teilfinanzierung durch das Land ausging, hat man immer mit einer Hybrid-Variante geplant, da man die Förderrichtlinien kannte und sich demnach darauf eingestellt hat.
Bei unseren Freunden aus Jena hingegen, betonte man noch vor ca. zwei Jahren, dass eine Förderung durch das Land nicht in Frage kommt, wobei man das Ausfahren der Ellenbogen Richtung Erfurt nicht vergaß. Dies veranlasste natürlich den Verein, in Zusammenarbeit mit der Stadt, ein reines Fußballstadion zu konzipieren, schließlich gab es ja keine Förderrichtlinien, an die man sich halten musste. Überhaupt ging es in dieser Phase darum, die eigenen Fans zu ermutigen bzw. klarzustellen: Wenn in Erfurt ein Stadion gebaut wird, dann bauen wir ein schöneres Stadion in Jena.
Jetzt wo die überraschende Zusage vom Land eingetroffen ist, steht man natürlich mit den alten Stadionplänen ziemlich hilflos da. Deshalb fand ich es regelrecht amüsant, als die ersten Jenaer Stadionpläne fast identisch gegenüber den Erfurter Plänen waren. Jetzt hat man sich aber der alten Pläne wieder erinnert und versucht diese nun, mittels windiger Argumentation, durchzusetzen.
Ich fordere die Stadt Erfurt und den Verein ganz klar auf, bei einem positiven Bescheid für die Jenaer Pläne, gleiches einzufordern. Ein Hybridstadion ist unzeitgemäß und für alle Fußballfans nur eine mäßig befriedigende Lösung. Es kann aber am Ende nicht sein, dass unser Präsident für Jena ein reines Fußballstadion miterkämpft hat, während wir auf der Strecke bleiben. Das wäre eine Ohrfeige für jeden Erfurter Fan. Dies ist zumindest mein subjektives Empfinden!